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Venenbehandlung

Was sind Krampfadern?

Bei Krampfadern handelt es sich um erweiterte und geschlängelte Venen am Bein, die ihre Aufgabe, das Blut zum Herzen zurück zu transportieren, nicht mehr erfüllen können. Jede zweite Frau und jeder dritte Mann in Österreich hat im Laufe des Lebens Probleme mit den Venen. Oftmals handelt es sich nicht nur um ein ästhetisches Problem, sondern auch um ein medizinisches Risiko. Im schlimmsten Fall kann es zu Thrombosen oder Beinulcera (offenes Bein) führen. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle und Behandlung empfehlenswert.

Was sind die Ursachen?

  • Vererbung: Am Anfang steht meist eine genetisch bedingte Schwäche des Bindegewebes, die sich durch die Generationen zieht. Patienten mit Venenschwäche kennen das Problem oftmals schon von ihren Eltern und/oder Großeltern.
  • Geschlechterspezifisch: Bevorzugt Frauen sind von Venenleiden betroffen.
  • Hormonelle Einflüsse: Schwangerschaft und die Einnahme der Pille begünstigen das Auftreten von Krampfadern.
  • Bewegungsmangel: Langes Sitzen und Stehen ohne ausgleichende Bewegung verstärken das Problem.
Auftretende Beschwerden bei Krampfadern:
  • schwere Beine
  • Schwellung
  • ziehende Schmerzen
  • nächtliche Wadenkrämpfe
  • ruhelose Beine

Seltene Folgen bei Nichtbehandlung:
offenes Bein, Venenentzündung, Thrombose

Verödung

Zunächst wird mit einem Farbultraschall eine genaue Untersuchung der Venen durchgeführt. Wenn der Schweregrad des Venenleidens festgestellt wurde gibt es verschiedene Vorgehensweisen:

In der Ordination Dr. Kasinger werden folgende Arten der Verödung angeboten:

Verödung mit niedrig dosiertem flüssigem Verödungsmittel:
Wenn es sich um eine leichtere Form des Venenleidens handelt (Besenreiser, kleinere Krampfadern) reicht die Verödung mittels flüssigem Verödungsmittel in niedriger Dosierung aus.

Verödung mit höher dosiertem flüssigem Verödungsmittel:
Ein höher dosiertes Verödungsmittel wird bei größeren Krampfadern (Seitenastvaricose) angewendet.

Schaumverödung:
Sollte das Venenleiden jedoch gravierender sein (große Krampfadern), ist eine Schaumverödung zu empfehlen. Hierbei wird das Verödungsmittel in aufgeschäumter – und somit stärker wirksamer – Form mit nur ein bis zwei Stichen schmerzlos in die Krampfader injiziert. Nach der Schaumverödung ist es nötig, dass der Patient 30-40 min. in liegender Position verbleiben.

Crossektomie mit nachfolgender Schaumverödung:
In manchen Fällen ist es nötig, den Patienten vor der Schaumverödung an einen Chirurgen für einen kleinen Eingriff (Crossektomie) zu verweisen. Die Stammvene wird vom Chirurgen an ihrem Ursprung unterbunden. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung. Zwei bis drei Wochen später ist eine nachfolgende Schaumverödung nötig, um die Stammvene in ihrem gesamten Verlauf stillzulegen.

Für alle Patienten mit Venenleiden empfiehlt es sich jährliche Kontrollen durchführen zu lassen, damit eventuell neu auftretende Besenreiser oder Krampfadern sofort behandelt werden können.

Vorteile der Verödung:

  • schnell, sanft, schmerzarm
  • keine OP/kein Krankenstand
  • keine Einschränkung im Alltag